Grundlegendes über Kolloidales Silber

Kolloidales Silber kann im deutschsprachigen Raum bereits seit Ende der 90er Jahre mit den seit damals entwickelten Geräten elektrolytisch hergestellt werden.
Der damaligen Firma Jenkner Elektronik, nachfolgend bekannt unter dem Namen Medionic GmbH, gelang es, ein bisher einmaliges Regelungsverfahren zu entwickeln, welches die Herstellung genauer Konzentrationen beliebiger Größe und mit nahezu nicht leitfähigem Wasser (Aqua bidest) ermöglicht. Heute sind diese „Silbergeneratoren“ unter dem Namen Ionic-Pulser® europaweit bekannt und finden sich im größten Teil der deutschsprachigen Sachbücher wieder.

Kolloidales Silber - was ist das?

© xalanx - Fotolia.comUm es einfach auszudrücken: kolloidales Silber - das sind kleinste Teilchen reinsten Silbers, verteilt in destilliertem Wasser.
Etwas wissenschaftlicher formuliert, besteht ein "Kolloid" aus einer gleichmäßigen Verteilung (Dispersion) von ultramikroskopisch kleinen Partikeln mit Durchmesser von ca. 1 bis 100 nm (0,001 bis 0,1 µm) in einem Dispersionsmittel (z.B. Wasser). Diese Partikel bestehen aus einigen wenigen bis einigen tausend Atomen. Auf Grund ihrer evtl. elektrischen Ladung und der sog. Brownschen Molekularbewegung bleiben diese Teilchen in Schwebe. Interessant ist hierbei auch die Kolloidforschung (Organische Physik) von Hacheney.
Demnach dürfte man also pulverförmiges Silber nicht als kolloidal bezeichnen, solange es nicht mit einer entsprechenden Flüssigkeit vermischt wird.

Kolloidales Silber - Herstellung

Die elektrolytische Herstellung

In der Regel wird kolloidales Silber auf elektrolytischem Weg mit Hilfe eines geeigneten elektronischen Gerätes hergestellt. Dabei werden aus hochreinem Silber kleinste Partikel gelöst (beim Ionic-Pulser kleiner als 7 nm!) und in destilliertes Wasser abgegeben. Dispersionen hoher Qualität haben eine sehr geringe Partikelgröße (Clustergröße) von 5-15 Atomen bzw. Ionen. Es sind immer auch größere Cluster vorhanden; dabei nimmt die Zahl der größeren Cluster proportional zur Konzentration zu.
Kolloidales Silber aus elektrolytischer Herstellung besteht grundsätzlich aus einer Mischung aus Silber-Ionen (geladene Teilchen), -Atomen und -Partikeln (Kolloide). Die Verhältnisse dieser Bestandteile schwanken in Abhängigkeit von den verwendeten Silbergeneratoren beträchtlich. Aber auch zeitlich gesehen gibt es deutliche Veränderungen, die sich leicht durch Leitwertbestimmungen feststellen lassen. Das ist vor allem bei Messungen zu berücksichtigen.
Auf Grund dieser Mischung ist es wohl eher richtig, von einer Dispersion mit Lösungsanteilen zu sprechen.

► Auch die Herstellung mit anderen Verfahren ergibt kein reines kolloidales Silber, da Silber in wäßriger Umgebung stets Ionen freisetzt (s.u.).

Kolloidales Silber kann heute preiswert mit modernsten Geräten wie dem Ionic-Pulser® PRO hergestellt werden. Das Ergebnis sind Dispersionen höchster Qualität und genauester Konzentration mit einem optimalen Anteil an positiv geladenen Ionen. Ohne Einsatz von Zusatzstoffen können mit destilliertem Wasser (Aqua dest) allerbeste Metalldispersionen (zum Beispiel auch mit Gold, Kupfer u.a.) produziert werden.

► Diskussionen um die Art und Höhe der Spannung (Rechteckspannung, Hochspannung usw.) werden oft recht unsachlich geführt und deuten in vielen Fällen auf mangelndes Fachwissen hin.
Der Ionic-Pulser® arbeitet mit verschiedenen Spannungsanteilen nach einem vom Hersteller entwickeltem einmaligen Verfahren (s.o.). Dabei regelt sich die Höhe in Abhängigkeit von der Leitfähigkeit des Wassers zwischen 5 und 58 V. Das Ergebnis ist ein Silberwasser mit genau reproduzierbaren Eigenschaften.

Kolloidales Silber ohne Ionen?

© xalanx - Fotolia.com!!! Das Vermischen von Silberpulver mit Wasser ergibt ebenfalls kolloidales Silber!
Aber: Die Bewerbung dieser Mischung mit „Echtes kolloidales Silber ohne Ionen“ ist äußerst irreführend. Dabei wird nämlich unterschlagen, daß Silber in wäßriger Umgebung immer Ionen abgibt. Also auch in diesen Mischungen sind immer Ionen vorhanden! Allerdings viel zu wenige, um eine vertretbare Wirkung zu erzielen, weshalb ja dann auch mindestens 500 ppm angeboten werden (müssen).
Außerdem wissen die wenigsten, daß die Partikel des Silberpulvers häufig mit Kasein (Milcheiweiß) verkapselt sind, dessen Anteil bis zu 30% betragen kann!
Reinheit und Wirkung dieser Substanzen sind dann natürlich nur noch reinste Spekulation ...

Konzentration

Die Konzentration wird gewöhnlich in ppm (parts per million) angegeben. Das bedeutet die Anzahl der Wirkstoffanteile (Silber) auf 1 Million Lösungsstoffanteile (destilliertes Wasser). 25 ppm bedeuten also 25 Silberanteile auf 1.000.000 Wasseranteile, umgerechnet 25 mg pro Liter. Bei kolloidalem Silber werden die Gewichtsanteile zur Konzentrationsberechnung herangezogen.
Diese Angabe hat jedoch nichts mit Partikeln zu tun, sondern es handelt sich um ein Verhältnis von Stoff-Anteilen (Silber zu Wasser).
► Besser und verständlicher wäre deshalb die Angabe in mg/L (Milligramm pro Liter).

Konzentrations-Messung

Um die Konzentration in einer fertigen Silber-Dispersion zu bestimmen, bedarf es eines gut ausgerüsteten Labors (Fachlabor für Edelmetall-Analytik). Die Konzentration von Metall-Dispersionen ist mit TDS-Geräten nicht meßbar, da diese lediglich die Leitfähigkeit von Lösungen (also den Gehalt an Ionen) messen!
Kolloidale Partikel werden damit nicht erfaßt!
Für den Laien ist damit eine Messung des Gesamt-Silbergehalts weitestgehend unmöglich.

Gelegentlich werden Silbergeneratoren angeboten, die mit einem Nephelometer zur Konzentrationsbestimmung bzw. automatischen Abschaltung (was ja auf das selbe hinausläuft) ausgestattet sein sollen.
Wenn es überhaupt gelingen sollte, ein solches Gerät mit einem Silbergenerator zu kombinieren, wäre der Preis für die meisten sicher unerschwinglich. Hinzu kommt, daß diese Silbergeneratoren ebenfalls elektrolytisch arbeiten und damit Silber-Ionen produzieren. Diese können jedoch nephelometrisch nicht erfaßt werden. Damit kann also über diese Methode der Gesamtsilbergehalt ebenfalls nicht bestimmt werden.
Interessanterweise werden nun diese Gerätschaften mit einer Apothekerwaage geeicht ...
Nephelometer finden Sie hier ...

► Im Unterschied zu den genannten Verfahren werden die Generatoren des Ionic-Pulser® Systems durch präzise und aufwendige Messungen auf die abzugebende Silbermenge eingestellt. Ein genaues und sehr verläßliches Verfahren, mit dem sich die Probleme der Konzentrationsbestimmung in der fertigen Dispersion ganz einfach vermeiden lassen.

Kolloidales Silber mit Tyndall-Effekt beurteilen

Tyndall-Effekt bei 100ppmDieses Phänomen (nach dem irischen Physiker John Tyndall benannt) wird häufig zum Nachweis von Silberpartikeln genannt. Dabei kommt es zu einer Lichtstreuung durch die Kolloid-Partikel in einer Dispersion. Ein Lichtstrahl, der durch diese Flüssigkeit geleitet wird, wird damit sichtbar.
Dieser Versuch ist jedoch nur bedingt zum Nachweis von Silberpartikeln tauglich.
Die Lichtstreuung ist von mehreren Faktoren abhängig. Ausschlaggebend ist vor allem die Teilchengröße und -anzahl. Bei Kolloiden, deren Größe sich dem Bereich 1 nm nähert, kann mit Hilfsmitteln wie Taschenlampe oder Laserpointer keine sichtbare Lichtstreuung erzeugt werden.
Das ist der Grund dafür, weshalb der Tyndall-Effekt im Silberkolloid, welches mit dem Ionic-Pulser® System hergestellt wird, nach der Herstellung vorerst nicht auftritt. Hier sind die größten Partikel bereits wesentlich kleiner als 7 nm. Das allmähliche "Wachsen" der Partikel (van-der-Waals-Kräfte) kann den Tyndall-Effekt um mehrere Tage verzögern. Er kann auch ganz ausbleiben bzw. nur mit einem grünen Laser sichtbar werden.

Das Ausbleiben des Tyndall-Effekts in einer frischen Dispersion und sein späteres Auftreten zeugt von besonders kleinen Teilchen und stellt ein positives Qualitätsmerkmal für kolloidales Silber dar!

Kolloidales Silber hat begrenzte Wirkungsdauer

Grundsätzlich ist reines kolloidales Silber, welches per Elektrolyse hergestellt wird, nur eine begrenzte Zeit voll wirksam. Ursache sind u.a. die allmählich durch abnehmende Ladung zu Boden sinkenden Partikel. Wir denken hierbei jedoch eher an die von Hacheney benannte Dissolver-Eigenschaft von destilliertem Wasser, Kolloide aufzulösen, da destilliertes Wasser laut Hacheney gravitativ hoch belastet ist.
Diese Vorgänge sind physikalisch bedingt und auch nicht durch "Lebensenergie-Ladung", "bioenergetische Strukturierung im pulsierenden Phasenfeld" und dergleichen aufzuhalten oder zu verändern.
Die Angabe anderer Anbieter von einer mehrjährigen Haltbarkeit ist haltlos und entspricht in keiner Form den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Nur durch (meist problematische) Zusätze vor oder nach der Elektrolyse kann die Haltbarkeit verlängert werden. Hierbei besteht jedoch die Gefahr der Bildung von unerwünschten oder gar schädlichen (giftigen) Silber-Verbindungen.
Da die Haltbarkeit von vielen Faktoren beeinflußt wird, können hier keine genauen Angaben gemacht werden. Man ist wahrscheinlich gut beraten, wenn man kolloidales Silber spätestens nach einem halben Jahr nicht mehr verwendet.

Lagerung

Die frische Silberdispersion ist über viele Monate gebrauchsfähig, läßt aber in Ihrer Ladung und Wirkung kontinuierlich nach (s.o.). Per Elektrolyse hergestelltes kolloidales Silber enthält eine große Menge positiv geladener Ionen und ist dadurch besonders wirksam. Ebenso ist die Partikelgröße unmittelbar nach der Herstellung am geringsten, nimmt dann aber kontinuierlich zu. Es sollte daher möglichst frisch verwendet werden. Um die Silberdispersion in ihrem optimalen Zustand zu halten, muß folgendes unbedingt beachtet werden:

► Nicht in elektromagnetische Felder stellen (neben Elektroherd, Steckdosen, TV und Stereoanlage usw.).

► Nicht im Kühlschrank aufbewahren, jedoch kühl und dunkel lagern.

Neue Erkenntnisse über kolloidales Silber

Einfache Versuche zeigen, daß viele Aussagen im Internet über kolloidales Silber schlicht und einfach falsch sind.

Salzzugabe, Verwendung von nicht destilliertem Wasser zur Herstellung führt unweigerlich zur Bildung von Silbersalzen!
Wenn man dem Wasser auch nur ein einziges Salzkörnchen hinzufügt, kommt es während der Elektrolyse zu einer starken Silberchlorid-, Silberkarbonat- bzw. Silbernitrat-Bildung. Deutlich erkennbar an der beinah sofort einsetzenden milchig-weißen Trübung (Bild rechts). Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Verwendung von Leitungswasser oder Mineralwasser!

Nach der Herstellung ist die Reaktion des Silbers mit anderen Substanzen stark reduziert!
Gibt man jedoch eine gewisse Zeit nach der Herstellung eine größere Menge Salz in die Dispersion, ist kaum noch eine Reaktion feststellbar! Es kommt nur zu einer sehr geringen Trübung, die auch durch weitere Salzzugaben (oder auch Salzsäure!) nicht verstärkt werden kann.
Es wird vermutet, daß dies auf eine Bindung von freien Elektronen an die Silber-Ionen zurückzuführen ist, die nach der Elektrolyse einsetzt. Außerdem ist bekannt, daß Silber relativ reaktionsträge ist. Die Ursachen können jedoch noch vielfältig sein. Möglicherweise spielt es auch eine Rolle, daß Silber und Chlor erst oberhalb von 80°C heftig miteinander reagieren.
Was auch immer die Ursache sein mag, es wird deutlich, daß während der elektrolytischen Herstellung große Mengen an positiv geladenen Ionen freigesetzt werden, deren "Bindungsfreudigkeit" sich jedoch im fertigen kolloidalen Silber drastisch reduziert. Erhärtet werden diese Vermutungen durch Leitfähigkeitsmessungen, die zeigen, daß der Leitwert innerhalb weniger Stunden auf kaum meßbare Werte abfällt, was ebenfalls auf eine Reduzierung des Ionen-Anteils zurückzuführen sein kann (Dieser Vorgang wurde jedoch von uns noch nicht näher untersucht).
Langzeitversuche sollen nun klären, in wieweit die Zeit eine Rolle spielt und ob nicht die ursprünglich vermutete Reaktionsfähigkeit gänzlich verschwindet. Weitere Erkenntnisse über kolloidales Silber werden zu gegebener Zeit an dieser Stelle veröffentlicht.

Hinweis

Der obige Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Irrtümer sind nicht ausgeschlossen. Die Seite wurde nach unserem derzeitigen Wissensstand erstellt. Der Autor haftet nicht für Schäden, die aus einer unsachgemäßen Verwendung des kolloidalen Silbers entstehen.